Tradition trifft Geschmack: Bayerische Frikadellen aus dem Ofen
-
Reinhard -
9. November 2025 um 15:33 -
88 Mal gelesen -
0 Kommentare
Tradition auf dem Teller: Die bayerische Antwort auf die Frikadelle
Fleischpflanzerl – in Norddeutschland sagt man Bulette, in Österreich faschierte Laibchen, aber im Süden Deutschlands weiß jeder sofort, was gemeint ist: ein deftig gewürzter Fleischklops, der knusprig gebraten oder gebacken wird und zum festen Bestandteil der bayerischen Küche gehört.
Herkunft & Bedeutung
Schon im 19. Jahrhundert wurden beim Metzger Fleischreste verarbeitet und mit Semmel und Gewürzen verfeinert – nicht aus Sparsamkeit, sondern aus kulinarischem Einfallsreichtum. Die typische Kombination aus Schweine- und Rinderhack, eingeweichtem Brötchen, Ei und Zwiebel ergibt ein saftiges, lockeres Ergebnis. Heute sind Fleischpflanzerl nicht nur Beilage, sondern oft der Star des Tellers – warm mit Kartoffelsalat oder kalt im Brötchen mit Senf.
Das Geheimnis der perfekten Fleischpflanzerl
Ein altes Brötchen, das in Milch eingeweicht wird, sorgt für die nötige Saftigkeit. Die glasig angedünstete Zwiebel bringt Süße und Aroma. Und dann kommt die Würzung: Salz, Pfeffer, Majoran – mehr braucht es fast nicht. Aber wer's richtig rund haben will, gibt noch etwas frische Petersilie, einen Hauch scharfen Senf und – für Kenner – Muskatnuss und Zitronenabrieb dazu.
Der Profi-Trick? Ein bisschen Wurstbrät in der Masse – das macht sie besonders saftig und bindet alles perfekt. Und statt mühsam in der Pfanne zu braten, kommen die Pflanzerl einfach in den Ofen. Kein Spritzen, kein Anbrennen – einfach gelingsicher!
Serviervorschläge
Am besten schmecken Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat, einem Klecks Senf und einer Scheibe Bauernbrot. Kalt eignen sie sich wunderbar für die Brotzeit oder unterwegs. In Bayern findet man sie auch auf Volksfesten, oft schon am frühen Vormittag. Denn wer sagt, dass man Fleischpflanzerl nicht auch zum Frühstück essen kann?